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News | 26.11.2014 | 12:04 Uhr | 1. Mannschaft |

"Durchbeißen" - Felicitas Rauch im Porträt


Von Nadine Bieneck


Felicitas Rauch am Ufer des Templiner Sees, in unmittelbarer Nähe zu Turbines Trainingsgelände.
Foto: Nadine Bieneck
Kommenden Sonntag steht für die Turbinen das letzte Hinrunden-Spiel der aktuellen Allianz Frauen-Bundesliga Saison beim FF USV Jena an (Anstoß 14 Uhr). Auf einen Platz in der Startelf der Potsdamerinnen hofft dann auch wieder U20-Weltmeisterin Felicitas Rauch, die sich in den vergangenen Wochen in die Startformation erkämpft hat. Wir stellen euch die 18-Jährige in unserem Porträt näher vor.

Wir müssen jetzt hier Vollgas geben für die Aufgaben, die für uns anstehen.Felicitas Rauch über ihre Saison mit Turbines Bundesliga-Team

Es ist schwierig, einen Termin mit Felicitas Rauch zu finden. Die 18-jährige Sportschülerin jagt von einem Termin zum nächsten. Schule, Training, Schule, Fahrschule, Training. Ein halbes Stündchen findet sie schließlich doch. Zwischen Schulsport und dem nächsten Turbine-Termin. Neben den neun, zehn Trainingseinheiten mit Bernd Schröder stehen für die U20-Weltmeisterin regelmäßig auch ganz normale Schulsportstunden auf dem Unterrichtsplan. „Heute haben wir Volleyball gespielt“, berichtet „Feli“, „das hat Spaß gemacht. Auch wenn es schon 7:30 Uhr los ging.“ An die frühe Uhrzeit hat sie sich inzwischen gewöhnt, „das war nur am Anfang, als ich neu auf die Schule kam, schwer.“

Mit dem Rückenwind der U20-WM

Die 18-Jährige spricht ruhig, mit Bedacht, beantwortet Fragen kurz und knapp, jedoch prägnant. Wer wenig Zeit hat, vergeudet diese nicht mit unnötigem Schnick-Schnack. Die angehende Abiturientin hat ein klares Ziel vor Augen, weiß genau, wo sie hin will. Dafür arbeitet sie hart, unermüdlich und ohne große Diskussionen. Sie beisst sich durch. Ihr Fleiß und Ehrgeiz, aber auch ihre Bescheidenheit und Bodenständigkeit haben die gebürtig aus Hannoversch Gmünden (Landkreis Göttingen) Stammende bereits weit gebracht. Und dabei startet die Sportschülerin eigentlich gerade erst durch. Im Sommer flog sie mit der deutschen U20 nach Kanada zur WM, gehörte dort zur Stammelf von DFB-Trainerin Maren Meinert. Das Finale, den 1:0-Sieg, den Titelgewinn; Felicitas Rauch erlebte ihn live auf dem Platz mit. Den anschließenden Jubel. Weltmeisterin! Nicht viele erleben so etwas im Leben. Realisiert habe sie es inzwischen, ja. Und doch wird im nächsten Satz die Pragmatik deutlich, mit der die 18-Jährige ihr Leben fest in der Hand hat. Unvergesslich seien die Erinnerungen an das Turnier, na klar. Aber: „Wir müssen jetzt hier Vollgas geben für die Aufgaben, die für uns anstehen“. Lange ausruhen auf dem bereits Erreichten, das bringt nicht weiter. Das weiß die Sportschülerin ganz genau. Durchbeißen, im täglichen Training mit dem Cheftrainer, den Mannschaftskolleginnen, das steht jetzt an. „Das Niveau im Training ist sehr hoch. Viele Mitspielerinnen spielen in der Nationalmannschaft und haben bereits viele Erfahrungen gesammelt. Daher kann ich von ihnen unglaublich viel lernen. Für mich ist das eine gute Standortbestimmung. Ich merke, wo meine Stärken und Schwächen liegen und arbeite dann noch intensiver daran.“

Als Quereinsteigerin zum Turbine-Nachwuchs

Als Quereinsteigerin war Felicitas Rauch einst zu Turbine gekommen. „Meine Eltern wurden beruflich nach Berlin versetzt“, erinnert sie sich an das Jahr 2010. Die 14-jährige „Feli“ hatte bis dato beim VfB Peine gekickt, „mit den Jungs. Dann sind wir umgezogen und ich musste mir halt hier einen neuen Verein suchen.“ Ein zweiwöchiges Probetraining brachte Lehrertrainer Jürgen Theuerkorn damals die Erkenntnis, dass Felicitas Rauch das Zeug für die Sportschule habe. „Da die Wechselfristen aber schon vorbei waren, konnte ich erst ab der Winterpause an der Sportschule Potsdam lernen“. Es folgte eine mustergültige Laufbahn durch die einzelnen Nachwuchsteams, sowohl bei Turbine als auch dem DFB.

In der Saison 2013/14 gehörte Felicitas Rauch mit 16, 17 Jahren bereits zum festen Stamm
Havaneser
Havaneser "Pebbles" ist der Ausgleich zu Schul- und Trainingspensum.
Foto: Privat
der Turbine-Reserve von Thomas Kandler. „Mit ihrer Einstellung und ihrem Biss kann Felicitas es schaffen, oben anzukommen“, bescheinigte Kandler der damals 17-Jährigen Potenzial für den Weg in die 1. Bundesliga. Parallel förderte Cheftrainer Bernd Schröder die Mittelfeldakteurin in der abgelaufenen Saison bereits über das AOK Nordost Perspektivteam.

Der Aufwand hat sich für die heute 18-Jährige ausgezahlt. Die letzten Spiele fand sich „Feli“ in der Startelf der Turbinen wieder. So richtig zu fassen kann sie das scheinbar noch nicht. „Das ist schon cool“, meint sie, erklärt aber im gleichen Satz, doch noch ganz am Anfang zu stehen. Ihr wichtigstes persönliches Ziel in dieser Saison? „Mich weiterentwickeln.“ Und mit der Mannschaft? „Das Erreichen der Champions League Qualifikation, auch wenn es schwer wird.“ Mit dem DFB-Team? „An der U19-Europameisterschaft teilnehmen.“

"Pebbles" als Ausgleich

Es ist eine aufregende Zeit, die Felicitas Rauch gegenwärtig erlebt. So steht vor allem auch das Abitur an. Und der Führerschein. Bleibt da überhaupt noch viel Freizeit? „Nicht wirklich“. Jede freie Minute verbringt die 18-Jährige mit Pebbles. Der 14-jährige Havaneser begleitet Familie Rauch seit seiner Geburt. „Wir sind viel draußen unterwegs. Das ist der ideale Ausgleich zu Sport und Schule und dem ganzen Stress, der sonst noch so anliegt“, erklärt „Feli“, die mit ihrer Familie inzwischen in unmittelbarer Nähe zu Sportschule und Trainingsgelände lebt. Besonders gern ist sie mit ihrem Hund dann am Wasser unterwegs. Es gibt sie also doch, die kleinen Atempausen im stürmischen Leben von Felicitas Rauch.

Weiterführende Links zum Thema:
[1] Spielerinnenporträt Felicitas Rauch >> http://www.turbine-potsdam.de/spielerinnenportraet1415.php?id=19Externer Link

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