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News | 09.11.2014 | 17:16 Uhr | 1. Mannschaft |

Befreiungsschlag in Leverkusen


Von Nadine Bieneck

Befreiungsschlag in Leverkusen
Pauline Bremer bereitete Leverkusens Hintermannschaft immer wieder Probleme.
Foto: Jan Kuppert
Die Turbinen haben ihre Serie bei Bayer 04 Leverkusen fortgesetzt: Keine einzige Partie bei der Werkself haben sie in der Bundesliga-Geschichte verloren. Zudem erzielten sie im Ulrich-Haberland-Stadion mindestens stets drei Tore. Gegen den aktuellen Tabellenneunten kamen die Potsdamerinnen heute zu einem 6:1 (2:0)-Kantererfolg.

Wir sind durch das konzentrierte Arbeiten und die Trainingsumstellung wieder in die Spur gekommen.Bernd Schröder, Trainer Turbine Potsdam

Der deutliche Sieg war für die Turbinen zudem dringend benötigter Befreiungsschlag und Erfolgserlebnis in einem, nachdem es zuletzt in der Allianz Frauen-Bundesliga für die Mannschaft von Trainer Bernd Schröder alles andere als so gelaufen war, wie es sich das Team vorgestellt hatte. „Gerade weil wir nach dem Duisburg-Spiel nach wie vor noch verunsichert waren, ist das heutige Ergebnis in Leverkusen für uns sehr gut. Man konnte damit, insbesondere in dieser Höhe, vorher ja nicht unbedingt rechnen.“ Aus der Leistung beim 3:3-Remis gegen den MSV vor drei Wochen hatte der Turbine-Coach Konsequenzen gezogen und anschließend im Training „einiges umgestellt“. Nach dem Abpfiff in Leverkusen atmete Schröder erleichtert und zufrieden tief durch: „Es hat sich heute gezeigt, dass wir durch das konzentrierte Arbeiten und die Trainingsumstellung wieder in die Spur gekommen sind. Wir sind da auf einem gute Wege, wenngleich wir nach oben noch deutlich Luft haben. Wir konnten heute partiell größere Verbesserungen feststellen, haben aber auch erkannt, dass nach wie vor noch Schwächen da sind. Die kann man nicht innerhalb von drei Wochen beheben. Die Schwerpunkte, an denen wir gearbeitet haben, Spritzigkeit und Durchsetzungsvermögen, haben sich zum großen Teil wieder zum Positiven verändert. Aber es ist noch ein langer Weg.“

932 Zuschauer sahen durchwachsene Anfangsminuten. Umso wichtiger der 1:0-Führungstreffer für die Turbinen, als Natasa Andonova einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld sehenswert direkt im Tor versenkte (9.). Die Gäste drückten weiter nach vorn, die Werkself fand in der temporeichen und aggressiv geführten Partie nur selten Zugriff zum Spiel, welches zugleich von zahlreichen Spielunterbrechungen geprägt war. Glück für die Potsdamerinnen, dass sich die Gastgeberinnen bei der Chancenverwertung als ineffektiv erwiesen und aussichtsreiche Möglichkeiten vergaben. Nennenswert ein Freistoß aus dem linken Halbfeld, den Sarholz auf Linie im Nachfassen klärte (18.) sowie ein Kopfball der völlig frei vor dem Gehäuse zum Abschluss kommenden Francesca Weber aus sechs Metern, der knapp neben dem linken Dreiangel landete (38.). Im Gegenzug kam Turbine nach einer mustergültigen Kombination zum 2:0: Pauline Bremer tankte sich über rechts in den Strafraum, legte an der Grundlinie den Ball quer, Genoveva Anonma brauchte zentral aus Nahdistanz nur noch en Fuß hinhalten und schob ein (39.).

Nach dem Seitenwechsel stieg die Drehzahl auf beiden Seiten: Die Platzherrinnen starteten nach dem Wiederanpfiff wie die Feuerwehr, nach nicht einmal einer halben Minute stand es bereits 1:2 (46.). Ramona Petzelberger hatte Lisa Schwab auf links bedient, welche den Ball auf Isabell Linden querlegte. Die Nationalspielerin setzte sich gut durch und versenkte das Leder an der herausgeeilten Anna Sarholz vorbei ins linke untere Eck. Der Treffer wirkte wie ein Weckruf für die Turbinen; in Folge wogte das Geschehen hin und her, lieferten sich beide Seiten einen temporeichen Schlagabtausch. Anonma verschaffte ihrem Team mit einer starken Einzelaktion den alten Zwei-Tore-Vorsprung, als sie bei einem misslungenen Querpass der Bayer-Defensive nachsetzte, sich das Leder schnappte und den Ball aus 14 Metern genau in der knappen Lücke zwischen kurzem Pfosten und Torfrau Lisa Schmitz unterbrachte (49.). Fünf Minuten später verwandelte Julia Simic einen Elfmeter zum 4:1-Vorsprung (54.). Rebecca Knaak hatte zuvor die kaum zu bändigende Pauline Bremer im Strafraum zu Fall gebracht. Bremer belohnte sich für ihr laufstarkes und auffälliges Spiel wenig später selbst, als sie nach einer Kopfballablage von Jennifer Cramer zentral an der Strafraumgrenze frei zum Schuss kam und zum 5:1 einnetzte (59.). Damit war die Vorentscheidung gefallen, beide Seiten taten sich anschließend nicht mehr weh, kamen jedoch noch zu einigen guten Möglichkeiten. So entschärfte Sarholz zwei platzierte Schüsse von Schwab (61.) und klärte kurz darauf in einer brenzligen Situation gegen Turid Knaak (68.). Auf der Gegenseite hatte Felicitas Rauch zuvor einen guten Ball für Simic quergelegt, die jedoch an Schmitz scheiterte (67.). Ebenso rettete Bayers Keeperin nach einem starken Sololauf von Bremer in höchster Not (84.). Lia Wälti setzte schließlich den 6:1-Schlusspunkt, als sie den Ball nach einem starken Cramer-Pass in die Schnittstelle der gegnerischen Hintermannschaft von der Strafraumgrenze aus unter die Querlatte versenkte (87.). Kurz darauf kam die eingewechselte Nagasa
Genoveva Anonma (r.) traf in Leverkusen doppelt, Julia Simic (l.) verwandelte einen Foulelfmeter.
Genoveva Anonma (r.) traf in Leverkusen doppelt, Julia Simic (l.) verwandelte einen Foulelfmeter.
Foto: Jan Kuppert
to aus identischer Position zur nächsten Großchance, setzte das Leder aber knapp neben den rechten Pfosten (88.). Mit dem Abpfiff erzielte Anonma noch ein mustergültig zusammenkombiniertes Tor, welches jedoch aus Abseitsposition fiel und daher nicht zählte (90.).

„Es war ein Spiel, in dem wir nah dran waren, zu unserer alten Form zurück zu finden“, bilanzierte Schröder nach Spielende. „Wenn man auswärts sechs Tore macht, noch dazu gegen solch eine spielstarke Mannschaft wie Leverkusen, zeigt dass, das wir auf dem richtigen Wege sind. Was unsere Möglichkeiten betrifft, haben wir noch einiges liegen gelassen, wir hatten noch einige Chance für weitere Tore. Das Gegentor direkt nach der Halbzeit war unnötig, aber wir wollen auch nicht überheblich sein. Schließlich hat Leverkusen eine gute Mannschaft. Letztendlich haben wir das Spiel klar gewonnen, damit sind wir zufrieden.“

In der Tabelle belegen die Turbinen mit nun 19 Punkten aus neun Spielen weiterhin den vierten Tabellenplatz. Kommenden Sonntag empfängt das Schröder-Team im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion zur Partie des 10. Spieltags der Allianz Frauen-Bundesliga den aktuellen Tabellenzehnten und Aufsteiger SC Sand. Anstoß dieser Partie ist 14 Uhr. Tickets für das Spiel sind im Vorverkauf bereits erhältlich [1].

Die Spielinformationen
8. November 2014, 12 Uhr: Bayer 04 Leverkusen - 1. FFC Turbine Potsdam 1:6 (0:2), Allianz Frauen-Bundesliga, 9. Spieltag
Bayer 04 Leverkusen: Schmitz – Simon, R. Knaak, Hegering, Ewers – Petzelberger – Schwab (69. Gasper), Wich (69. Panfil), Weber, T. Knaak – Linden
1. FFC Turbine Potsdam: Sarholz – Kulis (79. Elsig), Wesely, Kemme – Rauch (75. Evans), Cramer, Wälti, Andonova – Simic (69. Nagasato) – Anonma, Bremer
Tore: 0:1 Andonova (9.), 0:2 Anonma (39.), 1:2 Linden (46.), 1:3 Anonma (49.), 1:4 Simic (54., Foulelfmeter), 1:5 Bremer (59.), 1:6 Wälti (87.)
Gelbe Karten: Petzelberger (65., Foulspiel) – Wesely (16., Handspiel)
Schiedsrichterin: Christine Baitinger (Friesenheim)
Zuschauer: 932
Stadion: Ulrich-Haberland-Stadion, Leverkusen

Weiterführende Links zum Thema:
[2] Allianz Frauen-Bundesliga Saison 2014/15 >> http://www.turbine-potsdam.de/ms01_buli1415.phpExterner Link

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